Veranstaltungen

10. Gütersloher Hospiztag

Therapiebegrenzung am Ende des Lebens
Was müssen wir tun, was sollen wir lassen?

Veranstalter:
Ambulante Hospizarbeit im Kreis Gütersloh

 

Unter diesem Thema  fand am 12.März 2005 der 10. Gütersloher Hospiztag in der Anne-Frank-Gesamtschule statt. Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Frau Maria Unger und Prof. Dr. Claus Gropp gab Prof. Dr. Dr. Werner Schweidtmann theologische Ausführungen zum rechten Umgang mit Endlichkeit und Tod. Anschließend sprach Dr. Alfred Simon über Möglichkeiten und Grenzen der Patientenautonomie am Lebensende.

"Ende ohne Gnade" war das Thema von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner. Sein Vortrag umriss die Entstehung unserer heutigen sozialen Gesetzgebung mit der Konsequenz, Verantwortung für Familie und Nachbarschaft an Institutionen abzugeben. Kritische Anmerkungen gab es zum Thema Sterben im Krankenhaus und Pflegeheim. Er sieht jedoch auch eine Entwicklung, die das Sterben zuhause in vertrauter Umgebung wieder ermöglicht.

In der Mittagspause wurden die 260 Besucher von ehrenamtlichen Mitarbeitern der 12 Hospizinitiativen mit belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen bewirtet.

Während des ganzen Tages war es möglich, die einzelnen Hospizgruppen aus dem gesamten Kreis Gütersloh kennen zu lernen und sich über ihre Arbeit zu informieren.

Am Nachmittag wurden unterschiedliche Workshops angeboten, die einzelne Aspekte des Themas "Therapiebegrenzung am Lebensende" näher beleuchteten.

Regina Korfmacher, Ellen Wiethof und Ingeborg Sudhoff bildeten den musikalischen Ausklang, bei dem auch das Publikum mit einbezogen wurde. Die Abschlussworte sprach Dr. Ralf Becker, 1. Vorsitzender der Hospiz-Bewegung Gütersloh e.V.

Diese gut organisierte Veranstaltung konnte nur darum so gut gelingen, weil ca. 40 Ehrenamtliche engagiert halfen, diesen Tag zu planen, zu gestalten und durchzuführen.

zur Bildergalerie >

Workshops

Essen und Trinken am Lebensende
Dr. Michael Hanraths, Internistischer Chefarzt, Krankenhaus Versmold

Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung
Hans Leidenroth, Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Vereins zur Förderung des Hospizes am Städtischen Klinikum Gütersloh e.V.

Palliative Care im Altenheim
Ottilie Schulte, Krankenschwester, Koordinatorin Hospizinitiative Meschede e.V.

Wenn Pflegeziele sich ändern
Eva Schumacher, Krankenschwester, Zentrum für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn-Hardtberg

Ethische Fallbesprechungen
Dr. Alfred Simon, Philosoph, Geschäftsführer der Akademie für Ethik in der Medizin, Göttingen

Betreuung im Wachkoma
Dipl. Psych. Karen Warzecha, Fachklinik für neurochirurgische Rehabilitation, Holthausen