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„Darüber macht man keine Witze“

Szenen-Songs-SatirenTexte & Musik:
Fred Ape & Guntmar Feuerstein
Regie: Günther Rückert

Szenen - Songs - Satire

Ein „Leichenbestatter“ betritt die Bühne, bläst einen Kinderschwimmring auf, stellt ihn in einen Kranzhalter und zupft die Grabschleife zu Recht. Aufschrift:Darüber macht man keine Witze!

Einen ganz besonderen Abend erlebten die Zuschauer beim letzten Treff um 8 des Hospizvereins am Städtischen Klinikum. Eingeladen waren Fred Ape und Guntmar Feuerstein, die einen Abend lang den Tod auf die Schippe nahmen.

Der Tod ist zwar die eigentliche Hauptfigur des Programms, doch am Ende wird er satirisch in die Schranken verwiesen und der Abend wird zu einem mitreißenden Bekenntnis zum Leben. Denn sie spielen das Lied vom Tod in jeder Tonart, verzieren ihre sarkastischen Spitzen mit virtuosen Soli, sind Pausenclowns und rockige Gitarren-Götter in einem. Meistens fängt alles knochentrocken, harmlos an. Fröhlich läuft man ihren Versen und Melodien hinterher, plötzlich schlägt der Text einen Haken und schon stolpert man in die Falle, allerdings liebend gerne. Denn so macht der Tod richtig Spaß. Da macht der Heizer aus der Hölle eine Umschulung zum Schutzengel im Außendienst, Selbstmörder gründen eine Selbsthilfegruppe, es werden ganz neue Formen der Beerdigungen erläutert, und schließlich wird dem Zuschauer gesagt, dass es mit dem Leben auch mal gut sein muss – wenn es schlecht war sowieso.

Es war ein vergnüglicher Abend, es wurde viel gelacht und geschmunzelt. Auch wenn die Sprache manchmal durchaus deftig war, den Zuschauern hat es gefallen, dies schwierige Thema mal von der heiteren Seite zu betrachten.