Endlich – Worte und Lieder an den Übergängen des Lebens

Künstler: Markus Hoffmeister, Joachim Fischer, Daniel Heinen, Thomas Hoffmeister-Höfener

Die Künstler von TheoMobil e.V. reden nicht lange um den heißen Brei, sie kommen gleich zum Kern der Sache. Sie nehmen die Zuschauer und Zuschauerinnen mit auf ihren Weg der Auseinandersetzung mit dem Sterben: Von der Erfahrung des Sterbens anderer zum Nachdenken über das eigene Leben hin zum Überdenken der eigenen Sterblichkeit.

Gedichte, Geschichten und Erzählungen von Hilde Domin, Karl Barth, Erich Fried, Rose Ausländer, Edith Piaf, Hans Magnus Enzensberger u.a. haben die Künstler liebevoll zusammengestellt und in Szene gesetzt. Die kleinen Spielszenen, Gedichte und Geschichten tasten sich vorsichtig voran, werden nicht pathetisch, eher zurückhaltend, offen und ermutigend vorgetragen. Es gelingt den Akteuren, die Sprachlosigkeit angesichts des Todes zu überwinden und zunehmend in den Texten und Liedern eine religiös begründete Hoffnung auf wunderbar bergende, gute Mächte nach dem Tod aufscheinen zu lassen.

Thomas Hoffmeister-Höfener und Markus Hoffmeister beeindruckten das Publikum durch ihre einfühlende Vortragsweise und durch die sparsame, die Aussagen unterstützende Inszenierung. Daniel Heinen und Joachim Fischer untermalten und unterstrichen das gesprochene Wort. Ihre Improvisationen schafften den Raum zum eigenen Nachdenken und Nachfühlen über Leben und Sterben.


Montag, 06.03.2006
In der Johanneskirche am Pavenstädter Weg
Der Eintritt ist frei.