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Das dritte Glück - TCM und Sterbebegleitung
„ Möglichkeiten der Traditionellen Chinesischen Medizin ( T C M ) in der Versorgung von Sterbenden „ - zu diesem Thema lud der Verein zur Förderung des Hospizes am Städt. Klinikum Gütersloh nach der Sommerpause zum Treff um 8 ein.
Die Referentin Frau. Dr. Zhang ist Ärztin für T C M und praktizierende Heilpraktikerin in Essen. Sie absolvierte ein fünfjähriges Studium in chinesischer Heilkunde in Shanghai.
Die TCM versteht sich als eine ganzheitliche Medizin und als eine sinnvolle Ergänzung zur westlichen Medizin. Bei ihrer Diagnose und Behandlung betrachtet sie den Menschen in seiner Ganzheit: den Geist, die Seele und den Körper. Das Ziel der Behandlung ist es, das Gleichgewicht und die innere Harmonie zu finden und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Die Schulmedizin setzt sich mehr und mehr mit diesem Ansatz auseinander. Wichtig ist, dass beide Seiten bereit sind, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu akzeptieren.
Auch in den Sterbebegleitungen versucht die Traditionelle Chinesische Medizin mit der fernöstlicher Philosophie und alternativen Heilpraktiken Hilfestellung zu leisten. In China ist die Einstellung zum Tod eine völlig andere als hier bei uns. Dort gibt es das „dritte Glück“. Das erste ist die Geburt, das zweite die Hochzeit und das dritte der Tod.
In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Versorgung von Sterbenden bei der Linderung der Schmerzen und anderer großer Leiden, wie z.B. Schwäche, Übelkeit, Atemnot und Schlafstörungen. Frau Dr. Zhang zeigte einige Methoden der Akupunktur und Akupressur auf, die die Schmerzen der Patienten lindern und ihnen Beruhigung bringen. In der Begleitung Sterbender durchleben alle beteiligten Personen extreme Emotionen. Und alle Emotionen haben Auswirkungen auf den menschlichen Körper, auf seine Seele und seinen Geist.
Sterben ist ein Prozess des Abschieds und des Loslassen. Gerade in diesem Prozess ist die Angst oft ein ständiger Begleiter der Patienten. Die TCM versucht, gemeinsam mit den Patienten das innere Gleichgewicht wieder herzustellen, denn nur so wird eine schrittweise Loslösung möglich.
