20 Jahre Palliativstation am Klinikum Gütersloh

Das Team der Palliativstation im Jubiläumsjahr

Es ist ein Ort der Ruhe und der Geborgenheit: Auf der Palliativstation des Klinikum Gütersloh werden Menschen behandelt, die an einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden. Am Aufbau der Station war der Hospiz- und Palliativ-Verein maßgeblich beteiligt.

„Der Aufbau der Palliativstation war ein großer Kraftakt“, skizzierte Prof. Dr. Claus Gropp, Vorsitzender des Hospiz- und Palliativvereins Gütersloh und langjähriger Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, die Anfänge der Station. „Vor 25 Jahren gab es wenig Raum, Zeit und Personal für Patienten, die ‚ausbehandelt‘ waren, weil für sie keine Heilung mehr möglich war.“

Hildegard Oesterschlink, Maike Mertel und Jürgen Petermann aus dem Team der Palliativstation vermittelten im Rahmen der Feierstunde mit mitunter heiteren Anekdoten, dass der Alltag auf der Station nicht nur traurig ist. „Es wird geweint bei uns und es ist auch manchmal ernst, aber mindestens genauso viel wird gelacht“, so Petermann. Stationsleiterin Hildegard Oesterschlink pflichtete ihm bei: „Themen wie Sterben, Leiden und Tod werden bei uns nicht ausgegrenzt, genauso aber auch nicht der Humor und die Lebensfreude.“ Trotz der Schwere sei die Arbeit sehr schön, wertvoll und sinnvoll, so die stellvertretende Stationsleiterin Maike Mertel, die genauso wie ihre beiden Kollegen schon seit Beginn an auf der Palliativstation arbeitet. „Die intensive gemeinsame und emotionale Arbeit hat uns als Team zusammengeschweißt.“

Diesen Zusammenhalt lobte auch Monika Paskarbies, stellvertretende Bürgermeisterin Stadt Gütersloh, in ihrem Grußwort. Die Mitarbeiter der Station leisteten eine Arbeit, die weit über die normale Pflege hinausgehe: „Sie sind für die Patienten, aber auch für die Angehörigen ein verlässlicher Partner auf dem Weg des Abschiednehmens.“

Maud Beste, Geschäftsführerin Klinikum Gütersloh, würdigte die Palliativstation als unverzichtbaren Bestandteil des Klinikums und dankte den Mitarbeitern der Station für ihren Einsatz und die Arbeit.

Dr. Herbert Kaiser, der Leiter der Palliativstation, wagte zum Abschluss des Festaktes einen Ausblick auf die Zukunft der Palliativmedizin. „Wir werden in Zukunft immer ältere Menschen mit einer Vielzahl an Krankheiten behandeln, die über Jahre hinweg andauern können. Es wird deshalb nicht reichen, diese Patienten erst ganz am Ende des Lebens zu begleiten, sondern wir müssen frühzeitig mit einer palliativmedizinischen Behandlung beginnen.“ Dies führe nachgewiesenermaßen zu einer höheren Lebensqualität, einer Verlängerung der Überlebenszeit und am Ende zu einem friedlicheren Sterben.

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