„Sterbefasten“ – eine Form des Suizids?

Referent:
Prof. Dr. Alfred Simon
Akademie für Ethik in der Medizin
Göttingen

Unter „Sterbefasten“ versteht man die bewusste Entscheidung einer einwilligungsfähigen Person, Essen und Trinken einzustellen in der Absicht, damit den eigenen Tod herbeizuführen.

Ein solcher freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit stellt für Patienten mit einer schweren, unheilbaren Erkrankung eine Möglichkeit dar, das eigene Leben selbstbestimmt zu beenden. Die Begleitung eines Patienten beim Sterbefasten kann für Ärztinnen und Ärzte, aber auch für Pflegende und Angehörige eine große Herausforderung darstellen.

Auch gibt es unterschiedliche Auffassungen, wie der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit ethisch und rechtlich zu bewerten ist: als (passiver) Suizid, als Behandlungsabbruch oder als eine ganz eigene Handlungsweise?

Der Vortrag stellt das Sterbefasten als eine Form der selbstbestimmten Lebensbeendigung vor und beleuchtet die ethischen und rechtlichen Fragen, die damit verbunden sind.


Montag, 6.Februar 2017, 20.00 Uhr

im Saal des Klinikums
Reckenberger Str. 19, 33332 Gütersloh

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns über Spenden

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