Was steht in einer Patientenverfügung?

Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Willensäußerung einer entscheidungsfähigen Person zur zukünftigen Behandlung für den Fall der Äußerungsunfähigkeit. Mit ihr kann der Erstellende unter anderem bestimmen, ob und in welchem Umfang bei ihm in bestimmten, näher umrissenen Krankheitssituationen medizinische Maßnahmen eingesetzt werden sollen.

Zunächst müssen also bestimmte Szenarien beschrieben werden, in denen die Verfügung gelten soll. Hier empfiehlt es sich, konkrete Situationen, bei denen es am Ende des Lebens immer wieder zu Entscheidungsproblemen kommen kann, zu benennen. Dazu gehören z.B. ein fortgeschrittenes Stadium einer Demenz oder andere neurologische Abbauerkrankungen, das Endstadium einer fortgeschrittenen Krebserkrankung, schwere Schädigungen des Gehirns sowie die eigentliche Sterbephase.

Dann kann verfügt werden, was in solchen Situationen getan oder unterlassen werden soll. Häufig werden in Patientenverfügungen lebenserhaltende Maßnahmen und Therapieformen wie z.B. künstliche Ernährung, künstliche Beatmung oder Wiederbelebung bei Herz-Lungen-Versagen angesprochen.

Durch die 3. Änderung des Betreuungsrechts aus dem Jahre 2009 sind Patientenverfügungen gesetzlich geregelt. Eine Patientenverfügung muss schriftlich erstellt werden, kann aber vom Ersteller jederzeit mündlich widerrufen werden. Eine regelmäßige Erneuerung ist rechtlich bindend nicht vorgeschrieben. Auch ein Beratungspflicht vor Abfassen einer Patientenverfügung ist nicht zwingend vorgeschrieben. Die Verwendung eines geeigneten Formulars ist nach der neuen Regelung möglich und sinnvoll.

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