Wie klingt das Leben, wenn es ausklingt?

Was ist für Sie die Musik Ihres Lebens? Gibt es ein Lied, das Sie in besonderen Momenten begleitet hat und Ihnen kostbar ist? Fragen wie diese stellt der Autor und Künstler Stefan Weiller in Gesprächen mit Sterbenden. Daraus entstanden kleine Geschichten über die großen Fragen des Lebens.

Weiller kombiniert sie mit Musik- und Videoelementen und macht sie so zu Momentaufnahmen der Einzigartigkeit eines jeden Lebens. Jedes Lied ist verbunden mit den Erinnerungen, die es einem Menschen im Gespräch darüber zurückgebracht hat und die es nun auch über den Tod hinaus ein Stück weiterleben lässt.

Letztens hat Stefan Weiller einige dieser Geschichten auf einer Veranstaltung in Bielefeld erzählt. So mancher Besucher von Weillers Programm „Letzte Lieder solo“ in der Bielefelder St. Hedwig Kirche kam wohl zunächst mit gemischten Gefühlen zu diesem Abend – um sich dann von der ebenso einfühlsamen wie humorvollen Art des Künstlers ermutigt darauf einzulassen.

Ja, manche Geschichten waren traurig, einige inspirierend, alle haben sehr berührt – doch überraschenderweise waren viele Erzählungen auch voller Humor. So vielfältig wie die Geschichten waren auch die Lieder dazu: vom 70er-Schlager „Immer wieder sonntags“ über Udo Lindenbergs „Stark wie Zwei“ bis hin zu einem schwedischen Volkslied.

Weiller richtet mit seinem fortlaufenden Projekt den Blick auf den Ausklang des Lebens. In seinen musikalisch-filmischen Autorenlesungen und Konzerten hat er eine wunderbare Form gefunden, zu zeigen, welch erstaunliche Lebendigkeit auch diese letzte Zeit im Leben hat. Das ist etwas, das wir auch im Hospiz erleben – und das Weiller nun in die Welt hinausträgt.

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